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  • Buchvorstellung in Brixen

    Die Buchvorstellung am 29. Januar 2026 im Tagungshaus Kassianeum in Brixen

    Eine schöne Atmosphäre, ein tolles Lyrrik interessiertes Publikum, eine großartige Kommunikation und ein spannender Austausch. Vielen herzlichen Dank an alle, die gekommen sind. Einen aufrichtigen Dank möchte ich Lioba für die Moderation und Stefan für die Technik aussprechen.

  • Poetische Miniaturen über unsere Existenz

    Am Samstag, den 17. Januar ist in der Tageszeitung „Dolomiten“ eine Buchbesprechung meines jüngsten Lyrikbandes erschienen.

     

  • Warme Luft

    und ein Falter
    ganz
    in Weiß:
    Galaabend. 

  • Voll Geranien

    Auf einem
    Fensterbrett
    tänzelt 
    ein Spatz. 

  • Wie Sutren


    hören –
    auf dem Feld
    das 
    Zirpen

  • Leer


    der Himmel
    und ein Sommerglück
    nach
    dem andern

  • Vom Suchen und Finden

    von Gontran Peer

    Liebe Leserinnen und Leser,
    wir alle wissen, welch einschneidende Veränderungen ab 2020 – sei es körperlich, sei es geistig – eingetreten sind. Und auch spirituell hat sich sehr viel verändert. Auch ich habe das wahrgenommen. Daher habe ich verstanden, dass es für mich an der Zeit ist, alle religiösen Erfahrungen und Prägungen fast gänzlich abzulegen und mich am „Göttlichen“ festzuhalten. Seit Jahrzehnten beschäftigen mich in diesem Zusammenhang die Worte, die Hermann Hesses Roman- Hauptfigur Siddhartha an Buddha richtet. Ich habe verstanden, wie viel Wahrheit ganz besonders in diesem Gespräch zu finden ist. „Siddhartha“ scheint für unser Jahrhundert geschrieben worden zu sein.

    „Mögest du mir, o Erhabener, nicht zürnen“, sagte der Jüngling. „Nicht um Streit mit dir zu suchen, Streit um Worte, habe ich so zu dir gesprochen. Du hast wahrlich recht, wenig ist an Meinungen gelegen. Aber laß mich dies eine noch sagen: Nicht einen Augenblick habe ich an dir gezweifelt. Ich habe nicht einen Augenblick gezweifelt, daß du Buddha bist, daß du das Ziel erreicht hast, das höchste, nach welchem so viel tausend Brahmanen und Brahmanensöhne unterwegs sind. Du hast die Erlösung vom Tode gefunden. Sie ist dir geworden aus deinem eigenen Suchen, auf deinem eigenen Wege, durch Gedanken, durch Versenkung, durch Erkenntnis, durch Erleuchtung. Nicht ist sie dir geworden durch Lehre! Und — so ist mein Gedanke, o Erhabener — keinem wird Erlösung zuteil durch Lehre! Keinem, o Ehrwürdiger, wirst du in Worten und durch Lehre mitteilen und sagen können, was dir geschehen ist in der Stunde deiner Erleuchtung! Vieles enthält die Lehre des erleuchteten Buddha, viele lehrt sie, rechtschaffen zu leben, Böses zu meiden. Eines aber enthält die so klare, die so ehrwürdige Lehre nicht: sie enthält nicht das Geheimnis dessen, was der Erhabene selbst erlebt hat, er allein unter den Hunderttausenden. Dies ist es, was ich gedacht und erkannt habe, als ich die Lehre hörte. Dies ist es, weswegen ich meine Wanderschaft fortsetze — nicht um eine andere, eine bessere Lehre zu suchen, denn ich weiß, es gibt keine, sondern um alle Lehren und alle Lehrer zu verlassen und allein mein Ziel zu erreichen oder zu sterben.“ 
    Aus „Siddharta“ von Hermann Hesse

    Was sagt ihr dazu? Es würde mich sehr freuen, eure Meinung zu erfahren.

  • Langer Abend


    Dahergefledert
    kommt
    die
    Flattermaus

  • Kuckuckruf

    ~
    die
    aufgehängte
    Buntwäsche

  • Nun sehe ich

    ihn auch – 
    den Schmetterling,
    der Raupe
    war